IVZ vom 24.09.2018: Ballonfestival hat mit dem Wetter zu kämpfen / 1000 Besucher verfolgen Feuerwerk der Gasbrenner

IVZ 24.09.2018 BallonfestivalHerbst kommt zwei Tage zu früh

„Candle-Light“ hatte Stefan Keeve von den Ballonsportfreunden angekündigt: Die Flammen der Gasbrenner erleuchteten am Samstag die Nacht. Foto: Heinrich Weßling

 

 

Von Reinhard Bamming und Heinrich Weßling

HALVERDE. Am Ende gab es zwar kein Ballonglühen, aber zumindest ein imposantes Feuerwerk der Gasbrenner: Beim Ballonfestival in Halverde hatten die Veranstalter am Wochenende Petrus nicht auf ihrer Seite.

Mehr als ein Jahr Vorbereitung und Planung hatten die Organisatoren investiert, um das attraktive Ballonfestival, mit dem sich Halverde einen Namen gemacht hat, wieder zum Highlight werden zu lassen. Aber es half alles nichts: Das Wetter erlaubte keine Ballonstarts.

Aber das Beiprogramm konnte sich auch so sehen lassen. Am Samstagnachmittag hatte der Vorsitzende der Ballonsportfreunde, Stefan Keeve, gerade auf der grünen Wiese die Regeln für einen wichtigen Punkt im Beiprogramm erklärt, als ein kräftiger Regenschauer die Teilnehmer ins Festzelt scheuchte. „Korbball auf Ballönisch“ hieß der Wettkampf, zu dem Viertklässler aus Hopsten, Schale und Halverde, also von den Teilstandorten der Grundschule Hopsten, gegeneinander antraten. Hundert Bälle lagen in einem Anhänger bereit und mussten von einer bestimmten Linie zielsicher in einem Ballonkorb geworfen werden. Für diese Prüfung konnte keiner vorher üben, es kam auf ein gutes Auge, Gespür für die Entfernung und Geschick im Abschluss an. Jeweils zehn Minuten hatte die Mannschaften Zeit, möglichst viele Bälle im Korb unterzubringen. Unterstützt wurden sie von ihren Fans und von den jeweiligen Ortsvorstehern, die immer wieder die fehlgeworfenen Bälle zurückbrachten, damit genügend Munition vorhanden war.

Es gab für den Standort Hopsten zwei Mannschaften, die von Reiner Büscher unterstützt wurden, für Schale trat Helmut Lubahn an und Manfred Hagemann legte sich für Halverde ins Zeug. Die Mannschaft Hopsten 2 brachte 52 Bälle im Korb unter und ließen die anderen damit weit hinter sich. Aber Gewinner waren sie alle, denn die Fördervereine der drei Standorte konnten einen schönen Geldbetrag einstreichen, die Kinder durften sich die Bälle angeln und wurden noch mit Süßigkeiten verwöhnt.

Wenn es draußen schon nicht ging, bliesen die Ballöner eben im Zelt den Pinguin mit warmer Luft auf, daneben stand ein Kleinballon mit Puppenkorb und ragte bis zur Zeltdecke. „Die Grünen Jungs“ aus Mettingen verbreiteten mit ihrer Musik gute Laune und viele Besucher ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken.

Später wagten sich draußen die ersten auch schon wieder auf die Trampoline mit den Sprunggurten. Und die übrigen Programmpunkte stießen auf Interesse. Vom Gottesdienst und musikalischem Frühschoppen „up Platt“ über Bingo und Treckerschauen waren genügend Angebote da, auch wenn es leider nicht in die Luft ging.

Immer wieder blickten die Veranstalter am Samstag zum Himmel und zur Wetter-App. „Wenn das Wetter das Ballonleuchten nicht zulässt, gibt es ein Candle-Light, lasst euch überraschen“, versprach Stefan Keeve. Er hatte die gute Laune noch nicht verloren, denn das „Vorglühen“ am Freitag war schon ein Erfolg. Was Keeve mit Candle-Light gemeint hatte, konnten die Besucher dann am Abend auf dem Ausweichsportplatz des SV Halverde sehen: Die Ballonhüllen mussten wegen der Wetterlage zwar in den Wagen bleiben, aber rund 1000 Besucher verfolgten eine Feuer-Choreografie der Gasbrenner, die vor dem schwarzen Nachthimmel ein beeindruckendes Bild lieferten. Die Ballonfahrer hatten ihre Transportkörbe mit einigen Metern Abstand aufgestellt. Unter dem wachsamen Augen der Feuerwehrkameraden und mit musikalischer Begleitung schossen sie 30 Minuten lang Feuersalven in den Himmel.

Stefan Keewe steuerte das ganze per Funk. Die Strahlen brachten nicht nur Licht, sondern auch willkommene Wärme mit. „Das hatten wir uns verdient“, so Keeves Bilanz am Abend. Es sei Balsam auf die Seele gewesen, das Feuerwerk abbrennen zu können, nach dem das Wetter zuvor so schlecht gewesen war.

»Wir werden jede Chance nutzen, die das Wetter uns lässt.«
Stefan Keeve

 

Quelle: ivz-aktuell.de/ePaper vom 24.09.2018

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung