Erste Hol- und Bringzone für Eltern im Kreis Steinfurt

hol bringzone01Am liebsten direkt bis ins Klassenzimmer scheinen manche Eltern ihren Nachwuchs bringen zu wollen, wenn sie ihre Kinder mit dem Auto zur Grundschule fahren. Um die Verkehrssituation zu entschärfen, hat die Franziskus-Grundschule Hopsten kreisweit die erste Hol- und Bringzone für Eltern eingerichtet.

 

Foto: Anke Beiing

Bitte ab sofort hier halten: Ein gut sichtbares Schild weist den Parkplatz an der Schützenhalle neuerdings als Hol- und Bringzone für die Grundschule aus. Näher sollen Eltern mit ihren Autos nicht mehr an das Schulgelände heranfahren. Das erhöht die Sicherheit für alle Schüler, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, sind sich Polizeioberkommissar Meinhard Schillhahn (v.l.), Schulleiterin Sandra Steingröver und Schulamtsleiter Markus Raschke sicher.

 

HOPSTEN. Das Problem gibt es an vielen Schulen: Eltern bringen ihre Kinder heute gern mit dem Auto. So nah ran ans Gebäude wie möglich. Besonders an Grundschulen kommt es dadurch zu den Stoßzeiten, morgens vor Unterrichtsbeginn und mittags nach Schulschluss zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Das erhöht das Unfallrisiko für diejenigen Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Um die Situation zu entschärfen, ist an der Franziskus-Grundschule jetzt eine Hol- und Bringzone für Eltern eingerichtet worden. Die Erste im Kreis Steinfurt übrigens.
Gut sichtbar weisen zwei bunte Schilder – die Kosten haben Landes- und Kreisverkehrswacht übernommen – den Parkplatz der Schützenhalle als solche aus. In einem Elternbrief bittet Schulleiterin Sandra Steingröver alle Erziehungsberechtigten, sich an die neue Regelung zu halten. „Wir hatten immer wieder brenzlige Situationen“, sagt sie. In der Buskehre ebenso wie auf dem Lehrerparkplatz und auch im Wendehammer der Straße „Am Vogelbusch“. „Unser Anliegen ist, diese Straße ganz autofrei zu halten“, erklärt Steingröver. Denn dort schließen sich die Fahrradständer an. Alle Kinder, die mit dem Rad kommen, müssen den Wendehammer also zwangsläufig passieren.

„Die Situation hier mit dem Parkplatz ist optimal“, sagt Meinhard Schillhahn, Polizeioberkommissar und zuständiger Verkehrssicherheitsberater für das nördliche Tecklenburger Land. Die letzten Meter bis zur Schule zu Fuß zurückzulegen, können den Grundschülern durchaus zugemutet werden. „Ich muss meinen Kindern auch irgendwann einmal etwas zutrauen“, mahnt er alle besorgten Eltern.
Wer sein Kind mit dem Auto bringt oder abholt, sollte ab sofort den Parkplatz an der Schießhalle ansteuern. „Viele Eltern machen das schon“, sagt Sandra Steingröver. „Aber eben nicht alle.“ Um die Situation dort noch übersichtlicher zu gestalten, wird bis spätestens zu den Sommerferien noch eine neue Radwegführung markiert. Die Kinder, die aus Richtung Sporthalle kommen, sollen dann gleich zu Beginn des Parkplatzes – und damit vor den Autos – links abbiegen, sodass sich kein Querverkehr ergibt. Die Kinder, die aus Rüschendorf angeradelt kommen, biegen bereits zwischen Schießhalle und Parkplatz rechts auf den vorhandenen Radweg ab. Sobald alles fertig eingerichtet ist, werden die Klassenlehrer die neuen Wege mit den Kleinen abgehen. Bis zum Herbst soll auch die Beleuchtung des Parkplatzes verbessert werden, verspricht Hopstens Schulamtsleiter Markus Raschke. Spätestens dann gibt es nun wirklich keinen Grund mehr für die hausgemachte Verkehrsproblematik.

 

Quelle: www.ivz-aktuell.de, 10. März 2016

 

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