Pädagogische Schwerpunkte
„Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt,
sondern wie Fackeln entzündet werden.“
(Francois Rabelais)

Schulsozialarbeit
Wenn Helge in seiner Hängematte entspannt, ist das Lubo Büro geöffnet und die Kinder können Streit gemeinsam mit Frau Meyer oder Herrn von den Benken lösen.

Unsere Schulregeln
Für ein friedliches Miteinander ist es wichtig, dass sich alle Kinder und Erwachsene an feste Regeln halten.

Lubo aus dem All
Sozialtraining üben die Kinder der Franziskus-Schule mit Lubo aus dem All.

Bewegtes Lernen
An der Infotafel direkt neben dem Lehrerzimmer erhalten die Kinder viele unterschiedliche Bewegungsideen. Zusätzlich werden an dieser Stelle regelmäßig neue FEX-Spiele (Spiele zur Förderung der exekutiven Funktionen) vorgestellt.
✔ Soziales Lernen
„Menschen handeln, weil sie glücklich werden wollen zusammen mit anderen Menschen.“ (Erkenntnis aus der Philosophie, Soziologie, Neurologie)
Eine positive sozial-emotionale Entwicklung in der Schule zu fördern stellt eine Grundlage unseres pädagogischen Handelns dar.
Dabei verfolgen wir das Ziel, alle Schülerinnen und Schüler „zu unterstützen, sich die Welt zunehmend eigenständiger zu erschließen, tragfähige Wertvorstellungen im Sinne einer demokratischen Grundordnung zu gewinnen und dadurch Urteils- und Handlungsfähigkeit zu entwickeln“ (MSW-NRW, 2012, S.14), wie es auch als übergreifendes Bildungsziel unserer Lehrpläne gesetzt ist. Ca. 20% aller Kinder und Jugendlichen nehmen im Laufe ihrer Entwicklung Hilfen aus dem sozialen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch, woraus sich ein klarer Handlungsauftrag für die Schulen ergibt, dem wir als Schule nachkommen.
Dazu implizieren wir verschiedene Programme zum sozialen Lernen in unseren Unterricht, um so eine Grundlage für eine positive sozial-emotionale Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler nach dem Motto „Gemeinsam wachsen, gemeinsam lernen, gemeinsam lachen!“ zu schaffen.
Die im Folgenden vorgestellten Programme und pädagogischen Maßnahmen werden zurzeit an den drei Standorten (Hopsten, Schale und Halverde) durchgeführt.
„Lubo aus dem All“
Ein Lächeln ist die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen. (Verfasser unbekannt)
„Lubo aus dem All“ ist ein Programm, was besonders die Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenzen in den Klassen 1 und 2 in Hopsten und in der Klasse 1/2 in Schale in den Blick nimmt. Die Kinder lernen spielerisch mithilfe des außerirdischen Besuchers Lubo verschiedene Rätsel und Probleme von Gefühlen und des Miteinanders kennen. Gemeinsam mit Lubo erleben, hinterfragen und spiegeln die Kinder verschiedene Situationen des sozialen Miteinanders und finden Lösungen und Handlungsstrategien um Probleme und Konflikte im sozialen Miteinander gewaltfrei zu bewältigen. Das Programm wird mit der gesamten Klasse in der Regel von den Klassenlehrer-/innen 1-2 Mal wöchentlich durchgeführt. Erarbeitete Problemlösestrategien werden auf den Alltag übertragen und können in Zukunft helfen, erlebte Probleme im sozialen Miteinander friedvoll zu lösen.
Fit und stark
„Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden.“ (Albert Einstein)
Die Persönlichkeitsförderung steht bei dem in Halverde durchgeführten Programm „Fit und stark“ im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler werden in den Bereichen Selbstwahrnehmung und Einfühlungsvermögen, Kommunikation, Kritisches Denken und Standfestigkeit, Umgang mit Stress und negativen Emotionen und Problemlösen gefördert. Durchgeführt wird das Projekt für die Klassen 1 – 4 von qualifizierten Trainern im Rahmen von 20 Unterrichtseinheiten. Die Klassenlehrer-/innen begleiten dieses Programm und sichern die Umsetzung des Gelernten in sozial schwierigen Situationen im Schulalltag.
„Echt clever!“ Ich weiß Bescheid! / „Mein Körper gehört mir“
„Mein Körper der gehört mir allein, ich bestimm´ über meinen und du über deinen!“
Höre auf deinen Bauch! Hast du ein Ja-Gefühl oder ein Nein-Gefühl?
Das von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück bzw. dem Kinderschutzbund durchgeführte Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Prävention sexualisierter Gewalt und wird in den 4. Klassen aller Standorte durchgeführt. Externe Trainer vermitteln den Schülern, welche Verhaltensweisen Erwachsener nicht in Ordnung sind und wie sie sich bei übergriffigem Verhalten Hilfe holen können. Die Schülerinnen und Schüler lernen gute von schlechten Gefühlen zu unterscheiden und erfahren, wann sie Nein! sagen sollten.
Sozialtraining
Gemeinsam sind wir stark!
In einigen Klassen führen wir ein Sozialtraining zur Verbesserung der Sozialkompetenz der Kinder, zur Stärkung der Persönlichkeit und der Klassengemeinschaft durch. Geleitet wird dieses Training von externen Fachkräften in Kooperation mit dem Jugendamt des Kreises Steinfurt. Im Klassenverband wird an alltäglichen Konflikten gearbeitet, wie sie zwischen den Kindern in der Klasse vorkommen können. Die Leitung des Teams ist erfahren darin, den Schülerinnen und Schülern entsprechende Impulse zur selbstständigen Konfliktbearbeitung und -lösung zu geben. Der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und der Zusammenhalt werden gestärkt. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auch auf die Lernmotivation aus und führen erfahrungsgemäß zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima. Im Anschluss an das Sozialtraining wird die Arbeit von der Klassenleitung weitergeführt, um die Nachhaltigkeit zu erhöhen. Die Eltern partizipieren durch den Informationsaustausch mit der Lehrkraft.
Pausenlotsen
Der Gang in die Pause ist für viele Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung. Die langen Flure laden zum Rennen ein und immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen. Aus diesem Grund wurde die Aktion Pausenlotsen am Hauptstandort in Hopsten ins Leben gerufen. An den Treppenauf- und abgängen, sowie an der Eingangstür stehen zum Begin und zum Ende jeder großen Pause Schülerlotsen, die den Kindern dabei helfen, und darauf hinweisen, langsam zu gehen. Die Pausenlosen, die sich aus wechselnden Gruppen aus Kinder der dritten Kasse zusammensetzen, kontrollieren darüber hinaus, ob alle Schülerinnen und Schüler die Klassenräume und Flure verlassen haben und sich keiner unberechtigt während der Pause im Schulgebäude aufhält. Dabei wird nicht nur die Mitbestimmung sondern besonders auch die Mitverantwortung unserer Schülerschaft gestärkt und gefördert.
Schulregeln
Alle Schülerinnen und Schüler der Franziskus-Schule halten sich an die
folgenden Regeln, damit sie gut zusammen lernen und spielen können:
* Ich bin freundlich und fair.
Das heißt für mich:
- Ich achte darauf, wenn es anderen nicht gut geht. Dann versuche ich zu helfen.
- Ich gehe nicht ohne zu fragen an Dinge, die mir nicht gehören.
- Ich rede nach einem Streit darüber und vertrage mich wieder.
* Ich bin leise und höre gut zu.
Das heißt für mich:
- Ich zeige leise auf, wenn ich etwas sagen möchte.
- Ich verhalte mich beim Arbeiten in der Klasse ruhig, damit sich alle konzentrieren können.
- Ich höre meiner Lehrerin / meinem Lehrer zu und spiele nicht mit anderen Sachen.
* Ich bin aufmerksam und sorgfältig.
Das heißt für mich:
- Ich bin pünktlich.
- Ich halte in der Klasse und auf dem Schulhof Ordnung.
- Ich arbeite konzentriert.
Alle haben Verantwortung für das friedliche Miteinander, indem sie sich an unsere Regeln halten.
Jeder kann sich jedem gegenüber auf diese Regeln berufen, damit sie beachtet werden.‘
Alle helfen einander die Regeln einzuhalten.
✔ Gemeinsames Lernen
Eine Schule für alle
Unser Verständnis einer inklusiven Schule: alle Schülerinnen und Schüler – mit Behinderungen, ohne Behinderungen, hochbegabte Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund – sie alle werden mit ihren heterogenen Lernvoraussetzungen und in ihrer Individualisierung wertgeschätzt und entsprechend gefördert und gefordert.
Seit dem Jahr 2013 ist die Franziskus-Schule eine Schule des Gemeinsamen Lernens. Heterogenität und Vielfalt sehen wir als Lernchance. Eine Schulkultur der Anerkennung, Wertschätzung und Kooperation zu leben ist ein Leitgedanke an unserer Schule.
Im Rahmen des Gemeinsamen Lernens werden Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gemeinsam unterrichtet. Dabei werden alle Kinder in ihrer Individualität gesehen und nach ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und Möglichkeiten gefördert und gefordert. Das Team der Grundschullehrkäfte wird durch Lehrkräfte für Sonderpädagogik unterschiedlicher Förderschwerpunkte unterstützt. Lehrkräfte für Sonderpädagogik in den Bereichen Hören und Kommunikation sowie Sehen können bei Bedarf zur Beratung angefragt werden, um die Kinder im Unterricht noch gezielter zu unterstützen. Die Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen (Förderbedarf Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung und Sprache) sowie in den Bereichen Körperliche und motorische Entwicklung und Geistige Entwicklung gewährleisten Lehrkräfte für Sonderpädagogik, die mit fest im Team der Franziskus-Schule tätig sind. Ihre Arbeit liegt dabei schwerpunktmäßig in den folgenden Bereichen:
- Beratung der Lehrkräfte im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit herausfordernden Verhaltensweisen
- Beratung und Sensibilisierung der Lehrkräfte für die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf
- Begleitung der Lernenden in ihren Lern- und Entwicklungsprozessen
- Elternberatung
Dabei werden für alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im kooperativen Setting, regelmäßig individuelle Förderpläne geschrieben. In diesen werden die Lernziele schriftlich festgehalten, die sich an den Bedürfnissen orientieren. So können Lernprozesse beobachtet, dokumentiert und die Förderziele an die Lernentwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler angepasst werden.
✔ Individualisiertes Lernen
Individualisiertes Lernen
„Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine eigenen Spuren.“
(Wilhelm Busch)
An der Franziskus-Schule legen wir Wert auf einen individualisierten Lernprozess unserer Schülerinnen und Schüler. Es liegt nicht an den Kindern, den Normen der Schule zu entsprechen; es ist Aufgabe der Schule, der Verschiedenheit der Kinder Rechnung zu tragen. Individualisierung von Lernprozessen hat zum Ziel, jedes Kind einzeln zu betrachten und nach individuellen Schwerpunkten zu fördern und zu fordern. Um die Potenziale zu entfalten, arbeiten die Lernenden nicht im Gleichschritt, sondern auf unterschiedlichen Lernwegen in ihrem Tempo. Für den Unterricht ergeben sich veränderte Rollen, da den Lernenden eine größere Verantwortung bei der Planung und Dokumentation ihrer Lernprozesse zugewiesen wird. Die Lehrenden hingegen nehmen die Rolle des Beraters ein und geben Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie bei der Arbeitsplanung helfen, den Arbeitsprozess zu begleiten und Reflexionsanlässe ermöglichen.
Im Unterricht zeigt sich dieses auf folgende Art und Weise:
- Berücksichtigung des unterschiedlichen Entwicklungsstandes und der Lernvoraussetzungen aller Kinder
- Akzeptanz der eigenen Lernwege der Kinder
- Schwächen und Stärken annehmen
- Wertschätzung von erbrachter Leistung
- individuelles Lerntempo
- Selbstbestimmung: Die Kinder erhalten mehr Verantwortung für ihren Lernprozess und können Lernwege mitgestalten
- Einsatz vielfältiger Methoden und Medien
Ein Unterricht, der die Schülerinnen und Schüler dort abholt, wo sie stehen, der wertschätzende Rückmeldung für geleistete Anstrengungsbereitschaft oder Kreativität gibt, ermöglicht eine nachhaltige Bildung.
Um dieser Auffassung von Lernen und der kindlichen Entwicklung jeden Tag gerecht zu werden, sind folgende Elemente fest im Unterricht verankert:
- zusätzliche Betreuung durch eine pädagogische Fachkraft im 1. Schuljahr
- umfangreiche Diagnostik
- Dokumentation der individuellen Lernentwicklung
- kollaborative Förderplanung
- Feedbackstrukturen
- medialer Einsatz (Tablet, Lernplattformen, Erklärvideos)
- offene Lern- und Wahlangebote (z.B. in Sachunterricht, selbstgewähltes Recherchethema)
- kindgerechtes Materialangebot, das den kindlichen Forscherdrang und die Neugierde weckt und zum Experimentieren, Forschen und Entdecken einlädt
- anregende Klassenraumgestaltung mit flexiblen Arbeitsplätzen (Steharbeitsplätze,
Teppichfliesen, Klapptische)
- Gruppenarbeiten, Expertenarbeiten, Präsentationen
- feste Lesezeiten
- Erlernen von Methoden zur Gestaltung eines selbstständigen Lernprozesses und zur
aktiven und nachhaltigen Wissensaneignung
- Fördermaßnahmen (in Deutsch, Mathematik, DaZ (Deutsch als Zweitsprache))
- Strukturierung des Tagesablaufes durch einen „rhythmischen Einstieg“, durch
Visualisierungen und feste zeitliche Abläufe sowie ein einheitliches Regelsystem
- „Soziales und Gemeinsames Lernen“ in allen Phasen des Schullebens
✔ Kinderrechte & Kinderschutz
Kinderrechte
(1) „Kinder haben das Recht auf Beteiligung und das Recht, als eigene Persönlichkeit, mit wachsender Selbstbestimmungsfähigkeit, ernst genommen und als eigene Rechtsträger wahrgenommen zu werden. Das Recht des Kindes gehört zu werden ist zentral für die Vorbereitung auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft.“ (Auszug aus der UN-Kinderrechtskonvention (Art. 29))
Kinderrechte sind ein wichtiger Teil unseres Schullebens und werden vor allem im dritten und vierten Jahrgang intensiv erarbeitet und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltet. Als Schule sind wir bestrebt, die Rechte jedes Kindes zu schützen und zu fördern, wie es in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt ist. Wir sorgen für ein sicheres und unterstützendes Lernumfeld, in dem jedes Kind das Recht auf Bildung und Gesundheit hat. Wir fördern die Einhaltung der Kinderrechte in der Schule und ermutigen unsere Lernenden, für ihre eigenen Rechte einzustehen (Klassenrat und Kinderkonferenz). Kinderrechte sollten auch außerhalb der Schule respektiert werden. Wir sind bestrebt, engagierte Bürgerinnen und Bürger heranzubilden, die für die Rechte aller Kinder einstehen. Wir sind stolz darauf, unseren Beitrag zur Förderung von Kinderrechten zu leisten und unsere Schülerschaft zu befähigen, sich in einer gerechten und respektvollen Gesellschaft zu engagieren.
Kinderschutz
(6) „Die Sorge für das Wohl der Schülerinnen und Schüler erfordert es, jedem Anschein von Vernachlässigung oder Misshandlung nachzugehen. Die Schule entscheidet rechtzeitig über die Einbeziehung des Jugendamtes oder anderer Stellen. Jede Schule erstellt ein Schutzkonzept gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch. Es bedarf der Zustimmung der Schulkonferenz.“ (Auszug aus dem Schulgesetz (§ 42))
Kinderschutz ist ein wichtiger Aspekt, den wir als Schule sehr ernst nehmen. Wir legen großen Wert auf die Sicherheit der Kinder und haben Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass sie in der Schule und auf dem Schulweg geschützt sind. Wir arbeiten eng mit den Eltern/Sorgeberechtigten und schulischen sowie außerschulischen Kooperationspartnern zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Schülerinnen und Schüler vor Diskriminierung, Vernachlässigung und Misshandlung geschützt sind. Wir sind bestrebt, ein sicheres und förderliches Lernumfeld zu schaffen, in dem sich unsere Schülerinnen und Schüler frei entfalten und ihre Talente entwickeln können. Wir möchten, dass die Kinder an unserer Schule in jeder Hinsicht geschützt sind und sich sicher fühlen, damit sie erfolgreich lernen können.
✔ jahrgangübergreifendes Lernen
An unseren Teilstandorten in Halverde und Schale werden die Kinder jeweils in zwei jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet. Die Mädchen und Jungen des ersten und zweiten lernen ebenso gemeinsam, wie die Dritt und ViertklässlerInnen.
✔ Lernen an einer Bekenntnisschule
„Ein Sonnenstrahl reicht hin, um viel Dunkel zu erhellen.“
(Franziskus von Assisi)
Alle Standorte unserer Verbundschule sind konfessionsgebunden. Eine Besonderheit unserer Schule besteht darin, dass zwei Schulen katholischen Bekenntnisses (Grundschule Hopsten und Marienschule Halverde) und eine Schule evangelischen Bekenntnisses ist (Evangelische Grundschule Schale).
Gemeinsam sind wir die Franziskus-Schule Hopsten – Schale – Halverde. Der Namenspatron unseres Grundschulverbundes ist der Heilige Franziskus von Assisi. Er sah es als seinen Auftrag an, den Glauben in die Welt zu tragen. In seinen Predigten erwähnte Franziskus von Assisi häufig die Natur und den damit verbundenen Schutz von Tier und Pflanze. Er gilt als erster Tierschützer der Geschichte und als Schutzherr von Umwelt und Ökologie.
Einmal im Jahr (am Patronatsfest im Oktober) feiern wir einen besonderen Tag zu Ehren des Heiligen Franziskus von Assisi. Am diesem Tag führen wir an allen Standorten verschiedene Aktionen durch, um an das Leben und Wirken dieses Patrons zu erinnern und sein Erbe lebendig zu halten. Dabei stehen gemeinschaftliche Aktivitäten und kreative Projekte im Vordergrund, die u.a. unser Gemeinschaftsgefühl stärken sollen. Seit einigen Jahren bereiten uns die Fördervereine ein gemeinschaftliches gesundes Frühstück vor, worauf die Schülerinnen und Schüler sich immer besonders freuen.
In den Jahrgängen eins und zwei wird an allen Standorten konfessionell- kooperativer Religionsunterricht (kokoRu) erteilt. In diesem werden Kinder evangelischen und katholischen Glaubens gemeinsam unterrichtet. Durch den Wechsel zwischen Lehrkräften beider Konfessionen werden nicht nur die verbindenden Grundüberzeugungen des christlichen Glaubens betont, sondern auch die jeweiligen konfessionellen Sichtweisen berücksichtigt. Schülerinnen und Schüler anderer Bekenntnisse nehmen ebenfalls an diesem Unterricht teil. In der dritten und vierten Klasse wird der Religionsunterricht konfessionsgebunden erteilt. Schülerinnen und Schüler anderer Bekenntnisse haben dabei die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob sie am katholischen oder evangelischen Religionsunterricht teilnehmen oder alternativ in eine andere Gruppe gehen, die sich z.B. mit weltanschaulichen oder ethischen Themen beschäftigt.
Kirchliche Grundsätze gelten für uns sowohl im Erziehungs- als auch im Bildungsauftrag der Grundschule.
Die Feste des kirchlichen Jahreskreises feiern wir in den Schulen oder auch in den Gotteshäusern der Gemeinde. Dabei kooperieren wir mit der katholischen Kirchengemeinde St. Georg Hopsten, mit St. Peter und Paul in Halverde und mit der Evangelischen Kirchengemeinde Schale.
Gemeinsame (Wort-) Gottesdienste feiern wir zu folgenden Anlässen:
- Einschulung
- Dankgottesdienst nach der Erstkommunion
- Ende der Grundschulzeit
- Weihnachten
- Aschermittwoch
- Weihnachten
- Schulgottesdienste
✔ Selbstregulation und Lernen
Selbstregulation
Der Begriff der Selbstregulation vereint die Fähigkeit, sein Verhalten, seine Aufmerksamkeit, seine Gefühle sowie seine Motivation zielgerichtet und bewusst steuern zu können. Für die Teilhabe am und das gemeinsame Lernen im Unterricht sind selbstregulative Kompetenzen ein notwendiger Schlüssel. Die tiefer gehende Auseinandersetzung mit Lernaufgaben, das aktive Zuhören in Unterrichtsgesprächen oder die Zusammenarbeit in kooperativen Lernformen setzen voraus, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler auf das „Hier und Jetzt“ fokussieren können. Dazu gehört, visuelle oder akustische Störreize auszublenden und vor allem eigene Impulse oder Bedürfnisse (z. B. Hunger, Kommunikation, Spiel und Bewegung) zu unterdrücken bzw. aufzuschieben. Die mentalen Ressourcen Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen sind nicht einfach vorhanden, sondern müssen gezielt entwickelt und gefördert werden. Darüber hinaus ermöglicht eine gute Selbstregulation die durchdachte Planung, zielorientierte Durchführung und kritische Reflexion von Arbeitsprozessen. Selbstregulation und selbstgesteuertes Lernen sind daher zwei Seiten an und derselben Medaille.
Das Training der Selbstregulation forcieren wir vor allem über kleine Spiele zur Förderung der exekutiven Funktionen, die kontinuierlich in den Unterricht integriert werden. In diesem Zusammenhang steuern wir dabei insbesondere den Bereich der Inhibition an, also das Unterdrücken oder Stoppen von (bereits eingeleiteten) Handlungen. In allen Klassenräumen gibt es Kisten mit Gesellschaftsspielen als offenes Freimaterial. Spezielle Achtsamkeitsübungen fördern zusätzlich das körperliche Zur-Ruhe-Kommen und das Wahrnehmen anderer. Der Einbezug der literarischen „Fex-Figuren“ (Memo, Flatter, Brause, Flexi) schafft Identifikation und erleichtert das gemeinsame Reflektieren.
✔ Forschen und Entdecken
Forschendes und entdeckendes Lernen an unserer Schule
„Was ihr machen wollt, weiß ich nicht“, sagte Pippi. „Ich werde jedenfalls nicht auf der faulen Haut liegen. Ich bin nämlich ein Sachensucher, und da hat man niemals eine freie Stunde.“ (Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf)
Das forschende und entdeckende Lernen ist ein wichtiger Unterrichtsbaustein an unserer Schule. Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Diesen Forschergeist greifen wir in allen Fächern auf. Ob in Mathematik, Deutsch, im Sach- oder Sportunterricht – unser Ziel ist es, das Interesse der Kinder zu wecken, denn mit einem besonderen Interesse an einem Inhalt macht das Lernen viel mehr Freude und ist deutlich ergiebiger.
Die Kinder beginnen schon früh, ihre facettenreiche Umwelt wahrzunehmen und zu erforschen. Sie zeigen großes Interesse an ihrer Umgebung und sind voller Neugier. Ihre Theorien zu den Funktionsweisen und Zusammenhänge verschiedener Umweltkomponenten überprüfen sie bereitwillig, selbstständig und voller Spannung. Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Erfahrungen der Kinder werden genutzt, um verschiedene Problemstellungen zu erforschen und zu lösen. Diese natürliche Motivation, die jede Schülerin und jeder Schüler mitbringt, nutzen wir im Unterricht (vgl. Hempel & Lüpkes 2011, 93 ff.).
In der Unterrichtspraxis erforschen die Kinder verschiedene naturwissenschaftliche und technische Phänomene sowohl im Sachunterricht als auch in den verschiedenen Robotik- und Forscher-AGs. Muster, Strukturen einfache Algorithmen und Zusammenhänge erarbeiten sich die Jungen und Mädchen in verschiedenen mathematischen Aufgabenformaten, Rechtschreibphänomene in Rechtschreibforscherstunden und viele weitere Entdeckungen in anderen Fächern und im Schulalltag. Wir nutzen außerschulische Lernorte, wie z.B. den Bio-Energiepark in Saerbeck, das Schülerlabor Phänomexx in Ibbenbüren oder aber auch die Natur rund um die Standorte der Schulen, um den Forschergeist der Schülerinnen und Schüler zu wecken und zu fördern. Mit individuellen Lehrerfortbildungen und externen Experten erweitern wir das schulische Angebot in diesem Bereich stetig. Besonderes Augenmaß legen wir auf besondere Angebote zum forschenden Lernen durch externe Anbieter an der Schule. Dazu laden wir regelmäßig Phänomexx inhouse im Bereich der Informatik, das mobile Planetarium und das Projekt Biene& Co ein.
Quelle: Hempel, M. & Lüpkes, J. (2011): Lernen im Sachunterricht. Lernplanung – Lernaufgaben – Lernwege. Hohengehren: Schneider Verlag.
✔ Schule und Bewegung
Schule und Bewegung
„Mit jeder Bewegung lernt unser Körper, und mit jedem Schritt wächst unser Geist!“
Bewegung gehört zu jedem Kind und ist dabei nicht nur Ausdruck von Lebensfreude, Vitalität und Entdeckerlust, sondern auch „Quelle vielfältiger Erfahrungen, die dem Kind einen wesentlichen Zugang zur Welt erschließen“ lassen.
Differenzierte Bewegungs- und Sinneserfahrungen unterstützen die Zellvernetzung im Gehirn und ermöglichen somit eine (schnellere) Verarbeitung von Informationen. Dies hilft den Kindern nicht nur beim Lernen sondern schafft zudem die Voraussetzungen eines jeden Kindes, Selbstständigkeit zu entwickeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen. (vgl. Renate Zimmer)
Aus diesem Grund ist Bewegung ein fest integrierter Bestandteil unseres täglichen Schullebens, was sich auch in der wiederholten Rezertifizierung 2023 der Franziskus-Schule als SchuB-Schule zeigt.
Die folgenden Angebote machen uns als SchuB-Schule aus:
- Bewegte Pause
- Bewegungsangebote auf den Schulhöfen (Spielgeräte, Spieltonnen)
- Pausenlotsen
- Lernen durch Bewegung
- Bewegungspausen
- Kooperation mit der OGS und den Sportvereinen
- Kooperation mit der Hüberts’schen Schule
- Sportzirkus
- Zahngesundheit
- Bundesjugendspiele/ Franziskus-Spiele
- Grundschulsportfest
- Radfahrtraining / Geschicklichkeitsturnier
- Projekteinheiten „Gesunde Ernährung“
- Gesundes Frühstück mit den Landfrauen
- Bauernhofbesichtigungen
Hopsten
Franziskus-Schule Hopsten
Katholische Grundschule
Am Vogelbusch 15 | 48496 Hopsten
Tel. Betreuung: 05458 / 792148
Schale
Evangelische
Grundschule Schale
Kirchenstraße 15 | 48496 Schale
Halverde
Marienschule Halverde
Katholische Grundschule
Zum Krümpel 5 | 48496 Hopsten-Halverde

